Fenrir

Wenn der Fenriswolf Dich ruft
aus der tiefen dunklen Gruft,
folge ihm ganz brav und froh,
eh er Dich holt schrecklich roh.

Sohn von Loki und der Range,
Bruder Sleipnirs und der Schlange,
trotzt im Ragnarök dem Vater,
frisst Odin den Göttervater.

Gleipnir, starker Strick der Zwerge,
band zusammen ihn zum Berge.
Dieser Strick nur konnt ihn halten,
Odin hat hier streng gewalten.

Endlich wurde er befreit,
ist zu neuem Kampf bereit.
Töten tut er nicht aus Lust,
Hass hegt er in seiner Brust.

Niemand kann ihn jemals zähmen,
niemand seine Kräfte lähmen.
Geist und Stärke sind uralt,
Geist jedoch beherrscht Gewalt.

Keiner hat es je geschafft,
Mutter ist in ihm erwacht,
Götter sind nun alle tot,
nur Fenrir sieht noch rot!

© Pascale Eigensatz

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