Geliebter

Ein traurig Heulen ich hör in der Fern,
ist's der Gefährte mit dem ich gezogen so gern?
Zusammen waren wir auf der Pirsch,
haben gejagt so manchen Hirsch.

Der Wolf in mir sich langsam regt,
den ich so lange im Herzen gehegt.
Reckt und streckt sich, endlich erwacht,
treibt mich hinaus in die kalte Nacht.

Der Hunger nach Liebe in mir nagt,
die alte Liebe mich noch plagt.
Muss mich endlich vor ihr befrein,
werde sonst nie mehr zufrieden sein.

Geliebter, verzeih, wir müssen uns trennen,
können nie mehr gemeinsam rennen.
Wolf in mir, schlaf nie mehr ein,
wir müssen für ewig Gefährten sein!

© Pascale Eigensatz
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