Der Flug des Pegasus

Die Hufe berühren den Boden kaum
nicht gehalten werde ich vom Zügel
langsam spreize ich meine Flügel
um bald zu verlassen diesen Raum

Immer schneller geht der Lauf
mächtig schlage ich meine Schwingen
werde bald die Lüfte bezwingen
erheben mich in den Himmel hinauf

Endlich meine Hufe die Erde verlassen
es tragen mich die lauen Lüfte
es verführen mich die Frühlingsdüfte
sehe die Erde unter mir verblassen

Hoch hinauf mich die Winde reissen
weit über die Wolken geht mein Ritt
niemand hält mehr mit mir Schritt
schneebedeckte Berge in der Sonne gleissen

Der Sonne entgegen geht mein Flug
lustig lasse ich mich in die Wolken fallen
höre mein Gelächter fröhlich verhallen
nicht alles im Leben ist Schein und Trug

Immer weiter geht das tolle Spiel
lange nicht mehr Freiheit so gespürt
werde von der Leichtigkeit verführt
ohne zu haben ein echtes Ziel

Immer weiter die Winde mich treiben
doch hereingebrochen ist die Dunkelheit
mache mich langsam zum Landen bereit
kann leider nicht immer hier oben bleiben

Luftgeboren, doch der Erde treu
kehre ich in ihr Schoss zur Nacht
und wenn der neue Tag erwacht
ich mich in die Lüfte erhebe neu

© Pascale Eigensatz

Der Wolf in mir Hauptseite Gedichte Verglommenes Feuer