Sonnett
 

An sonngem Tage sah die Schönheit fern,
ich unter schattgem Busche wandelnd gehn.
Das Herz mir freudig klopfend, blieb ich stehn
zu schauen dieses Wesen herrlich rein.

Das kleine Horn im Dunkeln heller Schein,
so lange mir erlaubtest Dich zu sehn,
gleichzeitig an einen Baum musst ich mich lehn.
O Einhorn, einen Augenblick warst mein.

Der irdschen Welt Du ohn Erfolg entfliehst,
von dieser Welt Dich wendest traurig weg.
Ich fühle Deinen unsäglichen Schmerz,

geöffnet hast Du mir das bange Herz.
Die ganze Welt in meiner Seel nun heg.
Ich spür wie Du als Lieb in mir einziehst.

© Pascale Eigensatz
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