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Zwei Fremde reisen
im selben Zug
drei Stunden verbracht am selben Platz
die Zeit vergeht nicht wie im Flug
kaum mehr gesprochen als einen Satz
Verstohlene Blicke
werfen sie sich zu
scheue Lächeln werden ausgetauscht
verkrampftes Lesen ohne Kommen zur Ruh
beide fühlen sich wie mit Drogen berauscht
Dann kommt der Zug
kreischend zum Stehn
ohne sich des näheren zu kennen
werden sich ihre Wege jetzt trennen
wird man sich jemals wiedersehn?
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Doch das dumpfe Gefühl
es bleibt
man habe nicht richtig aufgepasst
man habe die Chance knapp verpasst
die das Leben für einen schreibt
Doch das GLück ist
einem treu
am nächsten Tag trifft man sich neu
ein freundlich Hallo, sie reicht ihm die Hand
um zu knüpfen ein erstes Freundschaftsband
Ein kurzer Schwatz,
eine nette Plauderei
dann der Aufruf und es ist vorbei
in entgegengesetzte Richtungen sie gehn
ein Tschüss und kein auf Wiedersehn
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Doch das dumpfe Gefühl
es bleibt
man habe nicht genug getan
man habe eine grosse Chance vertan
dies einen in den Wahnsinn treibt
Mir war als hätte
ich Dich längst gekannt
als wäre ich endlich heimgekommen
als hätten Deine Augen mich aufgenommen
nur Dein Name bleibt mir unbekannt
Noch ein paar Tage
werde ich an Dich denken
Dir ein paar meiner wirren Gedanken schenken
doch nach und nach die Erinnerung verblasst
habe ich wirklich die Chance des Lebens verpasst?
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