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Unbeachtet reite ich durch die Nacht
der Hengst unter mir schnaubt sacht
seine Muskeln sind stählern und hart
trotzdem Bewegung und Schritt sehr zart
Schneeflocken tanzen
im Mondeslicht
höre wie der Kautz mit dem Nachbarn spricht
leise bewegen wir uns weiter
schwarzes Pferd und schwarzer Reiter
Ich spüre sie, aber
kann sie nicht sehen
weiss nur, dass sie neben mir gehen
manchmal sehe ich ihre Augen funkeln
wie gelbe Monde leuchten sie im Dunkeln
Der Hengst hält
an, die Muskeln gespannt
gespitzte Ohren, sein Blick gebannt
ein Schatten sich vom Baum gelöst
die weissen Fänge leicht enblösst
Nervös tänzelt der
schwarze Hengst
gerochen hat er den Wolf schon längst
die anderen Wölfe um uns herum
stehen ruhig, kein Laut, nur stumm
Der Rudelführer schaut
mir in die Augen
als wolle er sich an ihnen festsaugen
ein Flehen und Bitten kann ich erkennen
dann beginnt er davonzurennen
Die anderen Wölfe
folgen ihm leis
um mich herum wieder alles weiss
ein Schuss - dann höre ich sie kommen
Jäger - vom Blutdurst ganz benommen
"Hast Du sie gesehen,
sag!"
"Was?" ich sie nur blöde frag
"Die Wölfe! Sag, wo sind sie hin?
Ihr Fell für uns ein grosser Gewinn!"
"Keine Ahnung, habe
nichts gesehen!"
dränge meinen Hengst zum gehen
still und stolz reiten wir weiter
schwarzes Pferd und schwarzer Reiter
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